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CD
zum Jubiläum |
Konzerte in Rostock |
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Ebenso wie die Kirche blickt auch die Orgel auf ein 100jähriges
Baujubiläum zurück. Deshalb soll die historische Bedeutung der
spätromantischen Walcker-Orgel in den Vordergrund gestellt werden,
die die größte ihrer Art in Norddeutschland ist. Die von dem
Orgelbaumeister Oscar Walcker (1869-1948) aus Ludwigsburg in der Heiligen-Geist-Kirche
in Rostock gebaute Orgel gehörte zu den modernsten und eigenständigsten
Instrumenten ihrer Zeit. Die traditionsreiche Fa. Walcker stand in engem
Kontakt zu den führenden französischen Orgelbauern und hatte
sich durch ein neuartiges pneumatisches Tonerzeugungssystem einen Namen
gemacht. Die Orgel wurde zugleich mit der Kirche fertig gestellt und am
26. April 1908 unter Anwesenheit des Großherzogs von Mecklenburg
Friedrich Franz IV. und seiner Gemahlin geweiht. Heute gehört sie
nach ihrer wechselvollen 100jährigen Geschichte zu den besonders
interessanten Instrumenten der mecklenburgischen Orgellandschaft. |
Als Orgel der Romantik war sie in ihrer
ursprünglichen Konzeption dem damalig vorherrschenden Klangideal eines
warmen, grundtönigen Orchesterklanges verbunden. In den Jahren 1968-1977
waren diverse Umbauten mit dem Ziel vorgenommen worden, die Orgel zu barockisieren.
Typisch romantische Register wurden entfernt und andere barocke eingebaut.
Systembedingte Material- und Fertigungsprobleme und die grundsätzliche
Unvereinbarkeit zweier verschiedener Klangideale in einem engen Orgelgehäuse
ließen den Entschluss reifen, eine grundsätzliche Rekonstruktion
und Restaurierung der Orgel zu versuchen. Im Jahre 2001 konnten diese Arbeiten
durch die Fa. Scheffler, Sieversdorf (Frankfurt/Oder), abgeschlossen werden
und der Orgel ihr wahrer romantischer Charakter zurückgegeben werden.
Die Klangfarben reichen jetzt wieder von himmlisch schwebend über lieblich-zart
bis zu einem markerschütternden Tutti.
Die typische Klangästhetik des ursprünglichen Instrumentes mit
2088 Pfeifen wird durch 41 Register auf drei Manualen und Pedal erreicht.
Einen wesentlichen Anteil haben dabei die Gedackt (gedeckelten) - Register,
die den charakteristischen lieblichen Ton erzeugen und ein nahtloses Auf-
und Abschwellen des Klanges ermöglichen. Ein besonderer dynamischer
Effekt wird durch eine so genannte Crescendo-Klangwalze (den Schweller)
erreicht, die ein kontinuierliches Hinzu- oder Abschalten von Registern
ermöglicht. |
| I. Manual C-g’ |
II. Manual |
III. Schwellwerk |
Pedal C-f |
Principal 16’
Bordun 16’
Principal 8’
Hohlflöte 8’
Viola da Gamba 8’
Gemshorn 8’
Octave 4’
Rohrflöte 4’
Fernflöte 8’
Octave 2’
Cornett 8’
Mixtur 2-4-fach
Trompete 8’ |
Quintatön 16’
Principal 8’
Konzertflöte 8’
Rohrflöte 8’
Salicional 8’
Octave 4’
Traversflöte 4’
Piccolo 2’
Rauschquinte 2-fach
Clarinette 8’ |
Lieblich Gedackt 16’
Geigenprincipal 8’
Flauto dolce 8’
Lieblich Gedackt 8’
Aeoline 8’
Vox coelestis 8’
Flauto amabile 4’
Flautino 2’
Oboe 8’ |
Principal 16’
Violon 16’
Subbaß 16’
Octavbaß 8’
Flötenbaß 8’
Cello 8’
Gedacktbaß 8’
Posaune 16’ |
| Crescendowalze |
Superoctavkoppel II
Suboctavkoppel III/II |
Schweller für III. Manual
Superoktavkoppel III |
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